Die Weisen aus dem Morgenland folgen in königlicher Würde dem Ruf Gottes und bringen Jesus drei Geschenke dar. Sie gehen anbetend in die Knie vor dem Kind Jesus, weil sie in ihm den Größten und Mächtigsten sehen und bekennen wollen: Gott.
Für Maria ist das eine große Freude bringendes Ereignis, weil es auch ihren Glauben stärkt und vor allem ein Zeichen ist, dass Große und Kleine, Könige und Knechte, Menschen aller Kulturen und aller Völker ihren Sohn als Herr erkennen und verehren werden.
Der Glaube und die Beharrlichkeit der Drei Könige auf dem Weg zum Ziel sind bewundernswert. Nach dem freudigen Aufbruch erleben sie bald die Verdunkelung, das Erlöschen des Sterns und sicherlich die Ratlosigkeit und die Furcht vor dem Umsonst. Schließlich endet ihr Weg im Finden und Anbeten des Gefundenen. Damit ist der Weg aber nicht zu Ende, sondern er beginnt auf’s Neue, denn nun geht es für die Weisen, die einen neuen König erwartet hatten, darum, mit der größtmöglichen Differenzerfahrung fertig zu werden: kein Palast, ein Stall, kein Thron, eine Krippe, kein Königspaar, eine Magd und ein Handwerker.
Maria, sei bei uns, wenn Gott uns die Stunden des Dunkels schickt, um uns zu formen und unsere Seele wachsen zu lassen. Hilf uns, Mutter Gottes, der Erfahrung des sich verhüllenden Gottes und der Tatsache, dass Er doch immer der Andere sein wird, mit Geduld und Demut zu begegnen. Lehre uns, Maria, auf diesem Weg, auf dem Dunkel und Licht sich abwechseln, immer tiefer in das Geheimnis der Herrlichkeit Gottes hineinzusinken.