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Liebe Teilnehmer der Kreise aus Deutschland,

ich freue mich sehr, Euch wieder zu unserem Gebet und Fasten einladen zu können, um sich in der Gemeinschaft auf das höchste christliche Fest des Jahres vorzubereiten.

Da ich in diesem Jahr mehr verspätet als normal bin (verzeihen Sie mir bitte wieder…) und gleich zur Post muss, konzentriere ich mich auf das Wesentliche.

Als ich voriges Jahr mit deutschen Priestern und Diakonen in Ars war (Inge Hagn hat es u.a. organisiert) habe ich einen tollen deutschen Priester aus Diözese Wien kennengelernt. Zu meiner großen Freude war er einverstanden, den geistigen Impuls an Euch zu schreiben und seinen priesterlichen Segen zu erteilen. Bevor Pfarrer Jochen zum Wort kommt, möchte ich Euch an unseren Plan für die Fastenzeit erinnern:

• Wir fasten nach den Terminen aus der Grafik im Geist der Sühne für eine der sieben Hauptsünden, die wir selbst und andere Kirchenmitglieder im Leben begangen haben und bitten Gott, dass Er uns vor diesen Sünden in Zukunft bewahrt (ggf. fügen wir noch eine private Intention hinzu)

• An dem Fastentag nehmen wir am Gottesdienst in derselben o.g. Intention teil und versuchen eine barmherzige Tat (Liebe zum Nächsten!) zu tun

• an dem Tag meditieren wir auch, der Reihe nach, die sieben letzten Worte Christi vom Kreuz (also jeweils nur ein Wort pro Woche)

• wenn unser Fastentag auf einen Freitag fällt, versuchen wir den ganzen Kreuzweg zu lesen (wenn es geht, mit der Gemeinde in der Kirche), wenn auf einen anderen Wochentag – mindestens 1-2 Stationen.

• An Sonntagen fasten wir nicht, sondern beten mehr, lesen die Bibel und verehren besonders die Barmherzigkeit Gottes und alle Heiligen, die dieses Werk mehr als andere verinnerlichten.

Die zweite und dritte Person vom Kreis kann ihr Fasten selbstverständlich am Aschermittwoch anfangen, wenn sie am Montag (4.03) oder Dienstag (5.03) noch feiern möchte.

Diejenigen, die nicht mehr streng fasten können, erinnere ich daran, dass man auch anders fasten kann, z. B wenn man tagsüber auf andere Sachen verzichtet, an die man gewohnt ist oder dass man isst, aber nur um den Magen zu füllen, aber die Speisen sind ungewürzt oder ich esse etwas, was mir nicht schmeckt.

Als eine Art des Fastens kann man auch die Entbehrung des Schlafs ansehen, wenn ich z.B. 2-3 Stunden früher oder mitten in der Nacht (wie manche Mönche der strengen Regel) aufstehe und bete. Versucht auch eine entsprechende geistliche Lektüre für die Fastenzeit zu finden und wenn es zu organisieren ist, ein paar Tage „in der Wüste“ zu verbringen.

 

Impuls für Gebets- und Fastenkreise, Fastenzeit 2019

Liebe Schwestern und Brüder,

wie schön, dass Sie sich in diesen Tagen in Gebet und Fasten verbinden, um sich auf das große Fest der Befreiung vorzubereiten, das Ostern ist! Dabei erlebe ich jedes Jahr schon die Fastenzeit selbst als befreiend und von Freude getragen. Es ist, als ob etwas vom österlichen Licht diese besondere Vorbereitungszeit durchdringt.

Die Freude ist ein wesentlicher Barometer dafür, ob die Grundhaltung stimmt. Sie ist sozusagen das Grundklima der Liebe. Wenn sie fehlt, fehlt die Freiheit, sich zu verschenken, also wahrhaft zu lieben.

Gebet und Fasten sind nicht Selbstzweck, sondern Mittel, um Liebe zu Gott und zu Menschen, für die wir beten und fasten, auszudrücken. Sie sollten daher von Freude getragen sein. Jesus warnt in der Bergpredigt (Mt 6,16): „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten.“ Paulus unterstreicht den positiven Aspekt (2 Kor 9,7): „Gott liebt einen fröhlichen Geber“. Und das gilt nicht nur für das Almosengeben (das traditionell zum Fasten gehört), sondern auch fürs Beten und Fasten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine Fastenzeit, die die Freude zu lieben wachsen lässt. Dazu segne Sie der dreieinige Gott, der Vater und + der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

In herzlicher Verbundenheit, mit Bitte um Ihr Gebet,

Pfarrmoderator Jochen Maria Häusler

 

Betet bitte ab jetzt auch für den Pfarrer Jochen Maria und vergesst nie alle Priester, die in ihrer Umgebung tätig sind, wie dringend das isi, wissen wir alle.

Ich wünsche Euch eine fruchtbare, tief erlebte Fastenzeit und danach frohe, gnadenvolle Ostern,

auch im Gebet mit Euch verbunden

Maria Jolanta Kokoszewska