Dritte Freude: Geburt Jesu

»Gloria in excelsis deo!« »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden.«
»Heute ist uns der Retter geboren.« 

Wie hat Gott das angestellt? Wie kam Er auf die Erde? Das ist das Eigenartige, das Wunderbare und das so Unvorstellbare! Er kam nicht mit Pauken und Trompeten, sodass die ganze Welt erzitterte und alle Leute aus dem Schlaf riss. Nein, er kam in der Stille der Nacht. Ein zarter Engelsgesang hat Ihn ein paar Hirten verkündet. Eine kleine Schar durfte es wissen. Stellvertretend für die ganze Menschheit kamen diese Hirten, die Nachtwache hielten und beteten das Kind in der Krippe an. 

Der Retter kam nicht einfach als ausgewachsener Mann, als mächtiger König auf die Erde, imponierte mit seiner Macht den Menschen und eroberte alle Völker in kürzester Zeit. Nein, er kam als Baby. Er kam als hilfloses kleines Menschenkind, das sich ernähren lassen musste, das sich wickeln lassen musste, das sich erziehen lassen musste und das lernen musste. Es kam ganz arm im Stall zu Bethlehem zur Welt und hatte kein schönes Bettchen. Es war kein Lärm in der Stille der Nacht. - Das ist der Retter. 

Das Staunen! Das ist ein Bild für das Geheimnis zu Weihnachten. Gott wird Mensch. Da können wir auch nur staunen. Wie geht das? Das ist ein Geheimnis der Liebe. Die vollkommene Liebe wird Mensch und erniedrigt sich so tief. 

Maria, Gottesmutter, durch dich kam Jesus, unser Retter und Erlöser auf die Welt. Von Herzen danken wir dir und freuen uns mit dir und feiern mit dir. Hilf uns aber, zu begreifen, dass Jesus nicht nur einmal kam, als Du ihn vor über 2000 Jahren in der Dunkelheit der Nacht geboren hast, sondern dass Er durch den Priester erneut auf die Welt, nämlich auf den Altar kommt und dort gegenwärtig wird. O Maria, leg uns bitte diesen Glauben ins Herz, dass Er damals geheimnisvoll als Kind und jetzt, bei jeder Messfeier geheimnisvoll im Brot des Lebens in unser Herz kommen möchte!