Sie hatte teil an den Erfolgen der Apostel. Sie freute sich über jede neue Bekehrung, über jeden Menschen, der sich ihren Sohn zum Vorbild nahm. Sie freute sich, dass die Kirche wuchs. Aber gleichzeitig hatte sie Sehnsucht. Sie wollte bei ihrem Sohn sein. Sie glaubte an den Himmel wie kein anderer Mensch. Sie wusste: Der Himmel besteht darin, mit IHM zusammen zu sein. Sie wurde in den Himmel aufgenommen. Leib, der den Urheber des Lebens geboren hat, sollte die Verwesung nicht schauen.
Maria ist mit Christus durch das Dunkel der Erde gegangen. Sie hatte wie kein anderer Mensch Anteil an Seinem Leiden. Nun wird ihr Anteil an Seiner Herrschaft gegeben. Die Demut und Reinheit wird gekrönt. In der Krönung ihrer Verdienste krönt Christus das Werk seiner Gnade. Er selbst ist ihre Krone. Die Herrlichkeit seiner Auferstehung ist ihr Glanz; seine alles überwindende Liebe ist das Zepter ihrer Macht. Und doch ist und bleibt sie die Mutter, „mehr Mutter als Königin“, wie die kleine heilige Theresia sagt. Sie ist dort dieselbe Mutter wie damals in Kana, wo sie eingeladen war und sich darum sorgte, dass es an nichts fehlte.
Maria, sei bei uns wie der Stern der Hoffnung und des sicheren Trostes auf allen Wegen unserer Pilgerschaft. Leuchte uns voran als Stern der Evangelisierung und sei die Ursache unserer Freude. Wir laden Dich heute ein: komm bitte und sorge dich um uns und die Unseren, damit auch uns an nichts fehlt. O gutte Mutter, wir vertrauen ganz fest auf dich! Bewahre uns, beschütze uns als dein Gut und Eigentum. Amen.