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GEBETS- UND FASTENKREISE


Die Mutter Gottes ruft während jeder Ihrer Erscheinungen zum Gebet, Sühne und zum Fasten auf. Zwar gibt es in der Kirche verschiedene Gebetsgruppen , aber es gibt bis jetzt keine organisierte Sühneform, besonders wenn es um das Fasten geht. Die Sühne und das Fasten (z. B. freitags) sind nicht nur in Deutschland, und das sogar in den christlichen Kreisen, eher eine Seltenheit.

Und es ist wirklich schade, weil das Fasten, wie der polnische Pfarrer Leszek Mateja sagt, „ das letzte Element zur Vollendung der Begegnung mit dem verborgenen Gott ist, von dem Jesus spricht. Das Fasten gibt nicht nur einen Zeitgewinn, sondern stärkt auch den Willen. (…) Wir sollen nicht nur vom Überfluss teilen, sondern auch das, worauf wir bewusst verzichten. Umso größer ist der Lohn im Himmel. Man soll eine enge Verbindung zwischen der Barmherzigkeit, dem Gebet und dem Fasten sehen. Diese drei guten Taten bilden eine unzertrennbare Einheit.

Der heilige Petrus Chrysologus sagt: „ Das, wofür wir im Gebet bitten, erreicht das Fasten und die Barmherzigkeit. Das Fasten stärkt also unsere an Gott im Gebet gerichtete Bitte und dank der Barmherzigkeit können wir das erhalten, worum wir bitten.“ Die Bibel sagt deutlich, dass man eine gewisse Art der bösen Geister nur durch das Fasten vertreiben kann.

Im Wissen über den Wert des Fastens ist als Antwort auf die Marias Bitte, die u.a. an die Kinder aus Fatima und an die Seher in Medjugorje gerichtet wurde, ist in Warschau, nach mehreren Jahren des Betens in dieser Intention, die Idee entstanden, die sog. „Sühnekreise“ zu bilden. Inzwischen wurde der Name geändert und jetzt lautet er: Gebets-und Fastenkreise.

Die ersten 6 Kreise sind in der Fasten- und Adventszeit 2007 entstanden. Wir glauben fest daran, dass die Tatsache, dass dies alles im Jubiläumsjahr – 90 Jahre nach den ersten Fatima-Erscheinungen und 60 Jahre nach der Gründung des Sühnerosenkranzes von Pater Pavlicek in Wien geschehen ist, kein Zufall ist.

Die ersten Teilnehmer der Warschauer Gebets- und Fastenaktion waren sehr angetan über ihre Teilnahme. Viele haben dadurch, wie ihre Zeugnisse belegen, viele Früchte für ihr geistiges Leben gewonnen. Da wir darin das Wirken des Heiligen Geistes sehen, haben wir uns entschlossen, die Zahl der Gebets-und Fastenkreise zu vergrößern, auch durch die Gründung der ersten Kreise auf dem deutschen Boden und durch die neuenstandene Internetseite:

www.kregimodlitwyipostu.eu  (Bitte, wählen Sie dann die deutschsprachige Version)

Worauf beruht die Idee der Gebets-und Fastenkreise?

Jeder Kreis zählt 7 Personen. Die Zahl „7“ hat eine symbolische Bedeutung in der Bibel und der Kirchentradition und bedeutet dies die Vollkommenheit und Fülle.

Im Kirchenjahr haben wir zwei besondere Perioden und zwar die Advents- und die Fastenzeit. Die Kreise haben daher zum Ziel, diese außergewöhnliche Zeit besonders zu ehren und hervorzuheben und werden also nur zweimal im Jahr gebildet; in der Adventszeit und in der Fastenzeit (genau 7 Wochen vor Ostern),  um in dieser Zeit zu beten und zu fasten.

Wir versuchen aber unser Beten und Fasten  immer den Besonderheiten der jeweiligen Zeit anzupassen.

In der Adventszeit

  • Fasten wir nur freitags und bitten wir um die Sieben Gaben desHeiligen Geistes für sich und die ganze Kirche. Wir können dann auch private Intentionen hinzufügen
  • In derselben Intention (Sieben Gaben des Heiligen Geistes) nehmen wir am Gottesdienst teil und versuchen wir auch eine barmherzige Tat unseren Nächsten gegenüber zu tun
  • An allen Adventssamstagen wollen wir Maria, unsere wichtigste Wegbegleiterin im Advent durch unser Gebet ehren und nehmen daher an der Frühmesse teil (wenn es geht) und beten den Franziskanischen Rosenkranz zu den Sieben Freuden Mariens oder den Freudenreichen Rosenkranz

Wenn es um die barmherzige Tat geht, können Sie an dem Fastentag (oder einen Tag davor oder danach)  z. B eine einsame Person besuchen, zu sich einladen oder anrufen, einen längst vergessenen Brief schreiben, seine Hilfe anbieten, jemanden trösten, etwas Nettes sagen, für jemanden beten usw. Bitten wir unsere Patronin, die Mutter der Barmherzigkeit, um Gedanken der Barmherzigkeit, wie es Johannes Paul II nannte, dann wird uns schon etwas einfallen. 

Den Franziskanischen Rosenkranz zu den Sieben Freuden Mariens betet man identisch wie den normalen Rosenkranz, aber es werden 7 Geheimnisse betrachtet. Falls Sie keine Zeit dafür finden, können Sie selbstverständlich auch den Freudenreichen Rosenkranz (für Samstag vorgesehen) beten.

In der Fastenzeit:

  • Fasten wir nach den Terminen aus der Grafik im Geist der Sühne für eine der sieben Hauptsünden, die wir selbst und andere Kirchenmitglieder im Leben begangen haben und bitten Gott, dass Er uns vor diesen Sünden in Zukunft bewahrt (eventuell noch eine private Intention hinzufügen)
  • An dem Fastentag nehmen wir am Gottesdienst in derselben Intention teil und versuchen eine barmherzige Tat zu tun (oder einen Tag davor oder danach)
  • und an dem Tag meditiern wir, der Reihe nach, die sieben letzten Worte Christi vom Kreuz (also jeweils nur ein Wort)

Die Patronin der Gebets-und Fastenkreise ist die Barmherzige Mutter und wir beten für das Werk und alle seine Mitglieder besonders an Ihrem Tag, dem 16. November.

Noch ein paar „ technische“  Bemerkungen:

Die optimale Sühneform im Rahmen der Kreise ist das strenge Fasten (mit Brot und Wasser /eventuell Tee ohne Zucker/, jedoch soll das kein Hungern sein), es gibt aber Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht fasten dürfen. In solchen Fällen schlagen wir eine andere Sühneform, indem wir an dem Fastentag auf etwas verzichten sollen, das uns viel kostet, wie z. B. auf Zigaretten, Alkohol, Lieblingsspeisen, Süßigkeiten, Obst, Fernsehschauen, Computer spielen, Musikhören, früher aufstehen und etwas Sinnvolles machen (z. B. beten) usw. Der Heilige Geist wird uns schon raten, was für eine Sühne für uns die geeignete ist.

Das Fasten in der Adventszeit ist nur freitags, aber in der Fastenzeit - jedes Mal an einem anderen Wochentag. Wenn ich also in der ersten Woche z. B. am Samstag faste, dann in der nächsten - am Freitag, in der dritten – am Donnerstag usw.(das geht rückwärts und die genauen Termine werden in einer Tabelle angegeben unter dem Link „Aktuelles“).

Mit dem Fasten fangen wir sieben Wochen vor Ostern.  

Wenn unser Fastentag auf einen Sonntag fällt, fasten wir nicht, aber wir danken Gott für Seine Barmherzigkeit, in Anlehnung an den Barmherzigkeitssonntag und in Erinnerung an alle Heiligen, die dieser Intention besonders nahe stehen - Faustina, Johannes Paul der Zweite, Pater Pio usw. Wir versuchen dann auch mehr zu beten (wenn es geht vor dem Allerheiligstem Sakrament) und die Bibel oder eine andere religiöse Lektüre zu lesen.

Das strenge Fasten ist wirklich schwer (Sie werden es selbst feststellen), aber das zeugt nur von seiner Wichtigkeit und Kraft. Ich bitte jedoch alle ältere und kranke Teilnehmer, dass Sie dies in der Absprache mit Ihrem Arzt tun.

Alle Personen mit Internetzugang werden im Internet die Meditationen lesen, alle anderen bekommen per Post eine Mappe mit denselben Materialien (leider ohne Bilder, da die Farbkopien viel zu teuer sind).  

Nach sehr guten Erfahrungen mit den Kreisen in Polen (wie die Zeugnisse der Teilnehmer zeigen) möchte ich Sie sehr dazu ermutigen, sich diesem Werk jetzt auch in Deutschland anzuschließen. Für mich als Germanistin ist Ihr Land, in dem ich viel Gutes erfahren habe, sehr, sehr wichtig. Ich hoffe sehr, dass die Fürsprache der Barmherzigen Mutter viele Herzen für dieses Werk gewinnt.

Viel Gottes Segen
wünscht Ihnen
Jola Kokoszewska (verantwortlich für die Gebets-und Fastenkreise)

Fastenzeit 2019

P.S. Sollten Sie Fragen haben, dann schreiben Sie bitte eine E-mail an mich:jolacoco66@gmail.com  oder rufen Sie mich an: +48 609 802 814